Über mich.
Wer ich bin
Hi, ich bin Rafael — verheiratet, zwei Kinder, ein Heim-Server-Rack im Arbeitszimmer und eine Schwäche für Dinge, die man besser selbst baut als kauft. Wohnhaft in Berlin. Sprachen: Deutsch, Englisch, Polnisch.
Werdegang in Kurzform
Mit elf Jahren das erste Programm auf einem Commodore-Heimcomputer — der Anlass war banal: ich wollte Spiele spielen, die der Rechner so erst einmal nicht hatte. Daraus ist eine Programmier-Affinität geworden, die mich nie wieder verlassen hat.
Beruflich kam erst die kaufmännische Schiene: Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel und ein paar Jahre im Verkauf inklusive Abteilungsleitung. Parallel und im Anschluss selbständig — zuerst als Online-Buchhändler, dann mit eigenem Amazon-FBA-Geschäft. Für das Reselling habe ich am Ende auch die Software selbst gebaut: ein C#-Tool mit EAN-Scanner für Listings, Re-Pricing und Logistik. Aus dieser Selbständigkeit heraus immer mehr in die Webentwicklung gerutscht und LAMP-Projekte für Kunden umgesetzt.
Daraus folgte 2009–2011 das staatlich zugelassene Fernstudium zum Geprüften Software-Entwickler (Note „sehr gut"). Anschließend ein paar Jahre als Angestellter in verschiedenen Unternehmen: erst klassischer Full-Stack-LAMP, dann Industrie-Automatisierung mit Software-Validierungen, Programmtests und Inbetriebnahmen. Ab 2016 in einer Mischrolle aus Softwareentwicklung, Linux-/Windows-Systemadministration und technischem Support — eine Bandbreite, die mich gezwungen hat, vom Server-Rack bis zum Frontend zu denken statt nur in einem Layer zu hängen.
Aktuell arbeite ich als DevOps Engineer. Privat — und unabhängig davon — beschäftige ich mich seit Jahren intensiv mit KI-Inferenz, Agent-Patterns und Eval-Disziplin. Das, was du auf dieser Webseite siehst, gehört in die zweite Kategorie: Hobby- und Lern-Logbuch, kein Bestandteil meiner beruflichen Tätigkeit.
Womit ich mich beruflich beschäftigt habe
Linux- und Windows-Server-Administration, Active Directory, Terminalserver. Web-Stack mit PHP, MySQL, JavaScript/jQuery/AJAX, später C#, Java und PowerShell. SQL-tiefe Themen: Partitionierung, Joins, Indizierung, Query-Optimierung. Virtualisierung mit VMware vSphere und Hyper-V. Versionierung mit Git und SVN. Bugtracking und QA-Prozesse mit Bugzilla, Redmine und OTRS. Industrielle Software-Validierung und Inbetriebnahme im Pharma- und Lebensmittel-Umfeld (ohne Domänen-Details — Engineering-Sicht).
Was mich heute antreibt
Container-Plattformen (Docker, Kubernetes), Cloud-Architekturen (AWS, Azure), Infrastructure-as-Code mit Ansible und Terraform, Observability-Stacks mit Grafana und TimescaleDB, Python mit FastAPI und async-Patterns. In den letzten Jahren immer stärker im KI-Umfeld: Agent-Frameworks, MCP-Server, lokale LLM-Inferenz auf eigener Hardware, Eval-Patterns für Modelle, Multi-Agent-Orchestrierung. Themen verschieben sich, das Bauen und Verstehen von Stacks bleibt gleich.
Was mich technisch antreibt
Self-Hosting first. Wenn Daten in eine fremde Cloud sollen, muss es einen Grund geben — sonst läuft es lokal auf eigener Hardware. Aus dieser Haltung sind die meisten meiner privaten Projekte entstanden — und das eigene Home-Lab, das sie alle trägt: AI-Server mit zwei GPUs für Container-Workloads, eine separate Ollama-Maschine mit RTX 4090 für ernsthafte LLM-Inferenz, ein Raspberry-Pi-Cluster für Reverse-Proxy, Pi-hole-DNS und Smart-Home-Bridge. Dort laufen Health-Daten in einer eigenen Postgres statt in fünf Apps, Smart-Home ohne Hersteller-Cloud, LLM-Inferenz für sensible Akten, Trading-Forschung mit ehrlichem Backtest und Live-Sperre, eine eigene AI-Content-Pipeline für Short-Form-Video.
Wie ich zur KI gekommen bin
Erste Berührungen mit Machine Learning ungefähr 2018 — kleine Experimente auf Nvidia-Hardware, mehr Neugier als Plan. Wirklich intensiv wurde es seit etwa 2024 mit lokaler Bildgenerierung: ComfyUI-Workflows, Stable-Diffusion-Varianten, dann das Training eigener LoRAs für spezifische Stile. Seit Mitte 2025 vor allem AI-Coding und alles drumherum: Agent-Orchestrierung, MCP-Server, Memory-Layer, Eval-Patterns für Modelle und das Auseinandernehmen, was tatsächlich trägt und was nur als Demo gut aussieht.
Wie ich denke
Architektur vor Tooling, Disziplin vor Geschwindigkeit, kleine ehrliche Schritte vor großen Versprechen. Ich plane gerne als ADRs, schreibe gerne Tests und schmeiße Strategien weg, sobald die Daten sie nicht stützen.
Außerhalb des Codes
Reisen — am liebsten nach Südostasien. Die Mischung aus Stadt-Dichte, Landschaft und sehr anderer Engineering-Kultur dort macht jeden Aufenthalt zu einer Re-Kalibrierung dessen, was man für selbstverständlich hält.
Musik — Eigenproduktion mit FL Studio. Lange Sessions, in denen Architektur-Denken und Gehör in dieselbe Richtung arbeiten.
AI Art mit ComfyUI — Workflows, Custom Nodes, Modell-Stacking. Mehr Engineering-Fingerübung als Galerie-Ambition, aber gelegentlich landet dabei etwas, das stehen bleibt.
Gaming, seit dem Commodore. Über die Jahre auch ein paar Jahre lang aktiv als Modder unterwegs — vor allem für Space Engineers, wo ich eigene Mods geschrieben habe. Modding ist im Kern Engineering mit echten Nutzern, die sofort melden wenn etwas nicht stimmt — sehr lehrreich.
Plus ein Stapel ungelesener Bücher zu Geopolitik, Physik und Sci-Fi — wenn ich nicht code, lese ich.